Über den Einsatz von Pflanzenöl als Treibstoff für regionale Entwicklungen

Rudolf Diesel schrieb 1912 in seiner Patentschrift: „Der Gebrauch von Pflanzenöl als Kraftstoff mag heute unbedeutend sein. Aber derartige Produkte werden im Laufe der Zeit ebenso wichtig wie Petroleum und diese Kohle-Teer-Produkte von heute werden.
Der erste Dieselmotor wurde… genau, mit Erdnußöl betrieben.
Grundsätzlich kann jeder Dieselmotor, unabhängig von der Einspritzanlage, mit Pflanzenöltreibstoff betrieben werden.

Komplizierte Technik?

Die Fähigkeit der pflanzlichen Ölerzeugung ist weltweit verbreitet und ein Jahrtausende altes Kulturgut. Technik und Know how der Pflanzenölerzeugung ist defakto in den meisten Regionen der Erde bereits vorhanden ist. Initialkosten und Bildungaufwand sind außerordentlich gering.
Die Herstellung von Pflanzenöl bedarf keiner industriellen Infrastruktur und kann daher regional erzeugt und verbraucht werden. Es ist so möglich Versorgungs und Einkommensverhältnisse der Region nachhaltig zu verbessern. Produkt und Geld bleibt in der Region, Überschüsse werden gehandelt.

Ökologische Vorteile

Generell benötigen Pflanzen für ihr Wachstum CO2. Dieses wandelt die Pflanze aus der Luft um. Bei der Verbrennung wird dieses CO2 wieder freigesetzt. Aus diesem Grund spricht man von einer CO2 Neutralität biogener Kraftstoffe. Da Pflanzenöl ein natürliches Produkt ist besteht, abgesehen von einer temporären Rutschigkeit im Schadensfall, keine Gefährdung für Mensch und Umwelt!

4 x Energie aus ein und der selben Ölpflanze

Aus einer Ölpflanze gewinnt man:
1. Speiseöl / Dieselkraftstoff
2. Tierfutter
3. Biomasse / Biogas
4. biologischer Dünger

  1. Beim Pressen von Ölpflanzen entsteht Öl und eiweißhaltiger Presskuchen. Das Öl dient einerseits als Speiseöl, andererseits als ökologische Alternative zu Dieselkraftstoff.
  2. Der hochwertige Presskuchen wird anstelle von importiertem (Gen)Soja an Tiere zugefüttert.
  3. Der daraus resultierende Dung kann (aufwendig) in Biogas und (einfach) in hochwertigen Humus umgewandelt werden.
  4. In beiden Fällen ist das Endergebnis organische Materie die als Dünger wieder auf die Felder ausgebracht werden kann.
    Wird keine Tierhaltung betrieben wird der Presskuchen direkt vergast und wer das nicht will kann ihn verheizen oder einfach wieder einackern.

In jedem Fall verringern sich die Kosten, die regionale Wertschöpfung steigt (im Vergleich zum Gebrauch fosiler Energieträger). Alles ökologisch.

Menü schließen