ursprünglich offenbar ein Neutrum, dann bei der Übertragung auf den christlichen Gott allgemein zum Maskulinum geworden; Vermutlich Abstraktbildung zu „gießen“ (besonders bei Opferhandlungen) „opfert, gießt Butter ins Feuer“, „Opferung“ „dessen Opfer vollständig ist“), „ich gieße aus, schmelze, löse auf“, „gießen, spenden u.a.“. Ursprünglich also „Gießen, Opferung“, dann übertragen auf den Gott, zu dessen Ehren das Opfer stattfindet.
Femininum: Göttin; Kollektivum: Gottheit; Adjektiv: göttlich; Präfixableitung: vergöttern.

– aus Kluge, Etymologisches Wörterbuch der dt. Sprache