Es hat einen Punkt in meinem Leben gegeben, an dem ich nicht mehr daran interessiert war, wie ich oder mein Leben sein sollte. Ich wollte wissen in welchen Prinzipien das Leben ruht und nach welchen Gesetzmäßigkeiten es sich entwickelt. Nicht mein Leben, Leben an sich.

Ergebnis: Es scheint alles nur Energie zu sein, die sich innerhalb einer Ordnung bewegt. Ursprung von Energie und Ordnung ist, gleich wie Es genannt wird, Gott. Gott ist, und erstaunlicherweise ist sich dabei die deutliche Mehrheit der Menschheit einig, per Definition nicht zu verstehen, benennen, abzubilden oder vorzustellen – Es entzieht sich der menschlichen Erkenntnismöglichkeit. Getreu der Erkenntnis habe ich also auch keine Ahnung wieso und wozu Es ist. Aber das Es ist, das erlebe ich.

Die süße Versuchung

„Etwas, daß sich der menschlichen Erkenntnismöglichkeit entzieht“; darüber nachzudenken ist natürlich sehr, sehr reizvoll. Weil, nur weil es bisher nicht geklappt hat, könnte es doch jetzt… natürlich bin ich dieser Versuchung erlegen! Ergebnis: Gott entzieht sich der menschlichen Erkenntnismöglichkeit, zumindest aber meiner. Aber, und so ist mein Credo: Solange ich bin, ist Es auch. Über davor und danach kann ich viel sagen, glauben, denken; wissen aber kann ich nicht. Auch sonst niemand, behaupte ich.
Weil es an sich nicht geht.

Es ist Ordnung und Energie

Anders ist es mit Ordnung und Energie, diese Wirkungen sind eigentlich recht offensichtlich zu beobachten.
Es ist ein, scheinbar ewiges, Werden und Vergehen, das, so oder so, Wirkung auf alles Andere hat. Die Energie ist da und drückt sich durch die Ordnung aus. Dabei passiert etwas.

Der Mensch

In diesem Rahmen spielt man der Mensch für eine gewisse Zeit auf dem Planeten seiner Wahl mit, kann beeinflussen und erleben, im Wesentlichen ist es das.
Wie lange die Zeit wärt, weiß der Mensch nicht. Wozu er da ist, weiß er auch nicht. Und von dem, was davor war und danach kommt, weiß er ebenso nichts. Glauben ja, aber wissen; n’est pas possible.
Alles in allem also ein recht vager Zustand!
Von den vielen Möglichkeiten, die sich aus diesen Gegebenheiten ergeben, hat man als Mensch die Gabe etwas zu erleben was persönlich befriedigt. Was möglicherweise der Sinn des Lebens ist.
Ein reizvolles Abenteuer ist es in jedem Fall.

Wien, am 8. Oktober 2004