Die Ungebildeten und einfachen Leute

Februar 11th, 2013 § 0 comments § permalink

halten gelehrte Worte für lächerlich und wollen sie nicht hören, denn dann wird ihre mangelnde Bildung aufgedeckt; außerdem wollen sie, daß alle ihnen ähnlich sind. Auf dieselbe Weise streben auch jene, die ein zuchtloses Leben führen und ebensolche Sitten besitzen, danach, das alle schlechter sind als sie, denn sie meinen, daß ihnen daraus ihre Untadeligkeit erwächst, daß es eine Menge Bösewichte gibt.
Die schlaffe Seele wird zugrunde gerichtet und besudelt durch die Schlechtigkeit. Diese trägt in sich Ausschweifung, Hochmut, Unersättlichkeit, Zorn, Unbesonnenheit, Wut, Mord, Jammer, Neid, Habgier, Raub, Mühsal, Lüge, Lüsternheit, Saumseligkeit, Traurigkeit, Feigheit, Krankheit, Haß, Beschimpfung, Ohnmacht, Verirrung, Unwissenheit, Täuschung, Vergessen auf Gott. Durch diese und ähnliche Dinge wird die elende Seele bestraft, welche sich von Gott entfernt.
Antonios der Große (~ 251 – 356)
Aus der Philokalie

Wozu Körper

Juni 14th, 2002 § Kommentare deaktiviert für Wozu Körper § permalink

Geist & Körper können nur im Kreis rennen.
Erst durch die Seele, den Glauben, wird ein Aufsteig möglich. Die „3“.
Und ab einer gewissen Höhe schwindet das Anhaften an den Körper und es kann sich also zeigen wozu er überhaupt vorhanden ist: Um zu empfinden!

Wenn wir uns wiederfinden

Juni 11th, 2002 § Kommentare deaktiviert für Wenn wir uns wiederfinden § permalink

Ich weiß jetzt was ich an ihr liebe: Mich selbst.
Und das verliere ich nicht gern!
Aber!! ich kann nichts verlieren was ein Teil meines Seins ist. Aber verdrängen kann ich ihn und das ist passiert. In meiner Kindheit.
In ihr habe ich ihn wieder erkannt und innig zu lieben begonnen. Als Teil von mir der er ja tatsächlich ist, als göttliches Geschenk, als Teil meiner Seele.
Ich kenne keine schönere Form des Lernens als in Liebe zu meinem Lehrer zu sein.
Diese Form der „Daten“übertragung ist ein eindeutiges Plus für das Menschsein.
Michael Franz Reinisch

Es gibt keine Pflicht des Lebens,

November 27th, 2000 § Kommentare deaktiviert für Es gibt keine Pflicht des Lebens, § permalink

es gibt nur eine Pflicht des Glücklichseins.
Dazu alleine sind wir auf der Welt, und mit aller Pflicht
und aller Moral und allen Geboten macht man einander
selten glücklich weil man sich selbst damit nicht glücklich macht.
Wenn der Mensch gut sein kann,
so kann er es nur wenn er glücklich ist,
wenn er Harmonie in sich hat,
also wenn er liebt.

Dies war die Lehre, die einzige Lehre in der Welt;
dies sagte Jesus, dies sagte Buddha, dies sagte Hegel.
Für jeden ist das einzig Wichtige auf der Welt sein eigenes
Innerstes, seine Seele, seine Liebesfähigkeit.
Ist die in Ordnung, so mag man Hirse oder Kuchen essen,
Lumpen oder Juwelen tragen, dann klingt die Welt mit der
Seele rein zusammen,
ist gut,
ist in Ordnung.

Hermann Hesse: Wie könnte man ihn nicht lieben?!