Lebkuchen

September 28th, 2008 § Kommentare deaktiviert für Lebkuchen § permalink

Fälschlicherweise als Süßigkeit abgestempelt ist Lebkuchen tatsächlich ein sehr haltbares und erwärmendes Softkeksbrot für die kühlere Jahreszeit.

Zutaten

  • 28 dag Goldkeim Roggen Vollkornmehl
  • 18 dag Vollrohrzucker
  • 2 ganze Eier
  • 8 dag Honig
  • 1 Teelöfferl Speisesoda (Natron)
  • 1 Teelöfferl Ingwerpulver
  • 1 Teelöfferl Zimtpulver
  • 1 Teelöfferl Nelkenpulver

Arbeitsschritte

Das Mehl auf die Arbeitsfläche, alle Zutaten dazumischen und kneten bis er eine feste Teigmasse ist.
Am Anfang klebt der Teig so entsetzlich zwischen den Fingern, daß man sich sicher ist alles falsch gemacht zu haben und daß der Teig niemals etwas, in jedem Fall kein Lebkuchen, wird.
Es wird aber nach einiger Zeit des Knetens doch Lebkuchen, also nicht aufgeben!
Aufgeben hätte aber sowieso keinen Sinn, da ja der ganze Teig auf den Fingern pickt.

Ab dem Moment wo das Nudelholz in die Hand genommen werden kann, weil der Teig endlich nicht mehr an den Fingern pickt, den Teig mit dem Nudelholz auswalken und ihn mittels Formen oder einem Messer in die gewünschte Form bringen. Der Phantasie sind dabei, was die Form betrifft und solange 3 dimensional, keine Grenzen gesetzt.

Danach die Lebkuchenstücke auf ein befettetes Backblech legen, mit Ei bestreichen und bei 180 Grad backen. Der Ofen ist natürlich vorgeheizt, das heißt, es hat schon 180 Grad wenn der Lebkuchen den Backraum betritt.

Dauer des Backens

Die Backdauer hängt von der Dicke des Teiglings ab.
Dünne Lebküchleins (5 – 8mm) brauchen zwischen 5 – 10 Minuten, dickere Teiglinge entsprechend länger.
Wenn es gut lebkuchig riecht wäre ein guter Zeitpunkt in den Ofen zu schaun.
Wenn die Feuerwehr die Tür eintritt – war es zu lange.

Ein Striezelrezept

August 17th, 2008 § Kommentare deaktiviert für Ein Striezelrezept § permalink

Nachdem es vom Striezel nur mehr das seelenlose Aussehen zu kaufen gibt es hier eine Anleitung für: Einen Striezel!

Die Zutaten

5oo g Goldkeim Weizen- oder Dinkelvollkorn Mehl
6 EL Vollrohrzucker
geriebene Schale einer bio Zitronen
8 EL Öl
1 Würfel Germ
1 EL Topfen
1 TL Salz
¼ l Milch
1 Eigelb
Mandeln oder Streuselzucker

Zubereitung:

Mehl, Zucker, die geriebene Zitronenschale, fetten Topfen, einen zerbröselten Würfel Germ und Salz in eine Schüssel geben und die lauwarme Milch nach und nach einrühren. Küchenmaschine zuerst langsam, dann etwas schneller einschalten. Den Teig auf die doppelte Menge gehen lassen.
Den Teig in eine Form geben oder zu einen Zopf flechten, mit Eigelb bestreichen und mit Mandeln oder Streuselzucker bestreuen.

Im vorgeheizten Backrohr ca. 30 min. bei 180°C backen.

Schokoladegugelhupf

September 8th, 2007 § Kommentare deaktiviert für Schokoladegugelhupf § permalink

Gugelhupf ist nicht nur ein vergnügliches Wort, auch beim Essen des Selben ist, sofern gelungen, Vergnügliches wahrzunehmen.

Zutaten

250 g Goldkeim Mehl
250 g Vollrohrzucker
5 Eier
250 g erweichte Schokolade
250 g Butter
1 Pkg. Vanillezucker

Zubereitung

Butter, Vollrohrzucker und Vanillezucker schaumig rühren, die Eier (ohne Schale) hinzumengen, danach die erweichte Schokolade einrühren. (Schoko erweicht man indem man sie in einer Schüssel über heißem Wasser weich werden läßt, nur kulinarische Barbaren verwenden zum Weichmachen von Schokolade eine Mikrowelle.)
Dann kommt noch das Goldkeim-Mehl dazu
Eine Gugelhupfform mit Öl oder Butter einfetten und mit Selmmelbrösel oder Nüssen ausbröseln/nüsseln. Teig in die Form, Form in den Ofen und bei 180°C ca. 45 min. backen.

Teig und Form aus dem Ofen rausnehmen, abkühlen lassen, stürzen und aufessen.
Gelegentlich den ganzen Vorgang wiederholen.

Sterz, Polenta, Tsampa und ähnliches

Februar 8th, 2007 § Kommentare deaktiviert für Sterz, Polenta, Tsampa und ähnliches § permalink

Speisen aus gerösteten Körnern gehören zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit. Wenn Getreide, Mensch und Feuer sich treffen ist es nur eine Frage der Zeit bis es poppt.

Sterz, Polenta, Tsampa …

Weil Gepopptes und Geröstetes ausnehmend gut schmecken, bei der Röstung entstehen Verbindungen die im Hirn (und wahrscheinlich auch im Bauchhirn) ein Hurra verursachen, hat sich diese Form der Ernährung im Laufe der Zeit durchgesetzt.
Und zwar Weitgehend weltweit!

Äußerst praktisch

Du kannst das das Getreide rösten (poppen) und zu Mehl vermahlen oder Mehl rösten.
In beiden Fällen hast Du bereits ein schackhaftes Essen. Ein Esslöffel von z.B. gerösteten Dinkelmehl in den Mund genommen ist ein äußerst aromatisches Erlebnis.
Wenn Du dazu etwas Flüssigkeit trinkst kannst Du es sogar auch noch schlucken.

Getreide poppen: Howto

Getreide in eine trockene! Pfanne, das heißt kein Fett oder Wasser, geben und das Getreide unter (ständigen bis gelegentlichen Rühren) solange rösten bis es poppt. (Es kann sein, daß es auch nur pft macht.)
Das dauert ca. 5 Minuten.
Die Körner sollten nicht anbrennen.
Brennen sie an hast Du Getreidekaffe gemacht und kannst stolz auf Dich sein.

Mehl rösten

Mehl in eine trockene (siehe oben) Pfanne geben und, diesmal wirklich unter ständigen Rühren, solange rösten bis es Dir an Farbe und Geruch zusagt. Der Geruch ist das entscheidendere Kriterium.
Brennt das Mehl an kannst Du es zum Binden von Flüssigkeit verwenden z.B. für Bio Müll, Motoröl o.ä. Verbranntes Mehl solltest Du nicht essen, weil es grauslich schmeckt.

Tschinken

Mai 8th, 2006 § Kommentare deaktiviert für Tschinken § permalink

Die Tschinke, auch Palatschinke oder Pfannkuchen ist ein kulinarischer Allrounder und ein äußerst liebenswertes Grundnahrungsmittel.

So werden 4 Tschinken gemacht (d=30cm)

  • 200g Goldkeim Dinkel- oder Weizenvollkornmehl
  • 1/3l Milch von Kuh oder Soja, Reis, Hafer …
  • 1 Ei
  • die obligatorische Prise Salz

Milch mit dem Ei und der Prise Kristallsalz versprudeln, dann das Goldkeim-Mehl dazugeben und durchmixen bis es eine homogene, dickflüssige Masse ist. Werden die Tschinken vegan zubereitet lasse man das Ei weg und gebe stattdessen ein wenig Kurkuma (Gelbwurz) dazu um der Tschinke eine sonnige Ausstrahlung zu geben.

Den Teig ein paar Minuten anziehen lassen, etwas Öl in die heiße! Pfanne geben, Teig dazu, warten, schupfen bzw. umdrehen, wieder warten und dann zum Beispiel füllen und essen.

Merke

Je dickflüssiger die Masse desto dicker die Tschinke und umgekehrt.
Wenn die Tschinke pickt war die Pfanne zu kühl. So das passiert nenne man die erste Tschinke „Kaiserschmarrn“ und achte bei der Zweiten auf die nötige Hitze.

Füllungen

Tschinken lassen sich süß wie pikant füllen. Für Süße eigenen sich alle Arten von

  • Marmelade,
  • Früchten,
  • Cremen,
  • Schokoladen und Kombinationen mit den zuvor Genannten.

Für die pikante Zubereitung eignet sich alles was zu Nudeln und Pizza paßt.

Varianten

Die Tschinke in schmale Streifen geschnitten nenne man Fritatten und werfe sie in diverse Suppen. Auch ist es eine gute Idee pikant gefüllte Tschinken in eine Form zu legen und sie mit irgendetwas, z. B. mit einer Mischung aus Ei, Schlagobers und Käse, zu überbacken. Damit sind wir schon sehr nahe an der Lasagne denn siehe, Tschinken können als Lasagneblätter verwendet werden.

Eine Backanleitung für echtes (Hefe)Brot

Januar 10th, 2006 § Kommentare deaktiviert für Eine Backanleitung für echtes (Hefe)Brot § permalink

Brot – weniges ist so allgegenwärtig und dennoch kaum zu erreichen.
Für Brot braucht es Goldkeim-Mehl weil fehlt der Keim im Mehl ist das Brot nur ein lebloser Stärkequader (der durchaus gut schmecken, nicht aber befriedigen kann).

Zutaten für ~ 1,5 kg Dinkel- oder Weizenvollkornbrot

  • 1 kg bio, demeter … Goldkeim Dinkel oder Weizenvollkornmehl
  • Hefe für 500g Mehl
  • 2 El, ~30g Kristallsalz. (Salz ist unraffiniert und unjodiert.)
  • 0,5 bis 0,75l warmes Wasser

Sehr wahrscheinlich freut sich Dein Körper wenn das Brot mit Sesam, Mohn, Sonnenblumen- und oder Kürbiskernen, Leinsamen, Nüssen etc. bereichert wird. Kümmel, Fenchel, Koriander und Anis machen Brot besser verdaulich, deshalb schmeckt es gut. Als Vorschlag für diese Teigmenge:

  • 40g Kümmel (im ungeriebenen Zustand ca. 5El),
  • 10g Fenchel (im ungeriebenen Zustand ca. 3El)
  • 10g Koriander (gerieben ca. 1El) …

Und so kann es z.B. gemacht werden

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel, mit z.B. einem Schneebesen, gut durchmischen.
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Das (hand)warme Wasser hinzufügen und die Masse zu einem elastischem Teig kneten.

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Der Teig ist gut wenn er nicht mehr an den Händen pickt und keine Risse bekommt.
Pickts braucht er mehr Mehl, reißt er braucht er Wasser. Elastisch soll er sein.
Die Dauer des Knetens beeinflußt Geschmack, Eigenschaft des Teiges und die Deiner Schultermuskulatur.
Wenn Du solange knetest bis Du ein Gefühl der Freude hast ist´s fein.
Mit Mixer wird es anders gut.

Je länger Du knetest desto feiner wird das Brot
Die Konsistenz des Brotes wird wie die Konsistenz des Teiges (und Deiner Stimmung).

Ob mit Mixer oder durch Deine Kraft, nach dem Kneten habt Ihr Ruhe, Du und das Brot.
Das Brot will vor sich hin und aufgehen und das ist auch für Dich gut. 30 – 60 Minuten sind ein guter Anfang. (1. Gare).
Die Hefen mögen Wärme, Zugluft mögen sie nicht, es soll warm sein. Aber nicht heiß!

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Nach der 1. Gare knetest den Teig noch einmal durch, bringst ihn oder gibst ihn in eine Form, schneidest ca. 1cm tiefe Dehnfugen in den Teig und läßt ihn noch einmal 10 – 20 Minuten gehen, dann geht es ans Backen.

Das Backen

Zwei Möglichkeiten die funktionieren:

  • Das Brot bei 240 Grad (Gasherd Stufe 7) ins Rohr geben und ein bisserl Wasser, ~ 1/8l, am heißen Ofenboden verdampfen lassen, so daß es richtig schön zischt. Hefeteige mögen das.
    Nach 20 min. auf Stufe 4 oder 180 Grad reduzieren und das Brot ausbacken lassen. Bei einem Brotlaib dieser Größe dauert das eine gute dreiviertel Stunde, Stunde. Wenn Du nach einer dreiviertel Stunde das Rohr abdrehst aber das Brot noch eine viertel Stunde lang drinn läßt sollte es durch sein.
  • Das Brot bei 180 Grad (Gasherd Stufe 4) ins Rohr geben, ein bisserl Wasser verdampfen lassen,  ~ 60 min backen lassen, herausnehmen, aufessen.

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Ein Postscriptum

Bäcker ist eine dreijährige Ausbildung, Brot wurde vor 6.000 Jahren erstmals dokumentiert, man muß also nicht allzuviel wissen, es dauert ein Zeitl bis man das Gefühl für Teig und Backdauer entwickelt hat. Aber es ist nicht sonderlich kompliziert, wenn Mehl, Wasser und Hitze zusammentreffen entsteht Brot. Ist einfach so.
Die Anleitung soll Dir zu einem leichten Erfolgserlebnis helfen, wenn Du sie einhältst wird das Ergebnis Brot sein.
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