Verliebtheit

Oktober 13th, 2017 § 0 comments § permalink

ist die schönste Form der Verlustangst.

Schale sein

November 20th, 2014 § 0 comments § permalink

Wenn du vernünftig bist,
erweise dich als Schale und nicht als Kanal,
der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
während jene wartet, bis sie gefüllt ist.
Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt,
ohne eigenen Schaden weiter.
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen,
und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott.
Die Schale ahmt die Quelle nach.
Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist,
strömt sie zum Fluss, wird sie zur See.
Du tue das Gleiche!
Zuerst anfüllen und dann ausgießen.
Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.
Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.
Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut?
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle; wenn nicht, schone dich.
­Bernhard von Clairvaux (1090 – ­1153)

Eins

August 28th, 2014 § 0 comments § permalink

Ich will Wasser in die Hölle gießen und Feuer ans Paradies legen,
damit diese beiden Schleier verschwinden
und niemand mehr Gott aus Furcht vor der Hölle
oder in der Hoffnung aufs Paradies anbete.
Sondern nur noch um seiner eigenen Schönheit willen.“

– Rabia al-Adawiyya (796 – 859)

Liebe

April 14th, 2013 § 9 comments § permalink

Liebe ist kein Gefühl.
Liebe ist eine Haltung,
eine Einstellung.

Liebe Illusion

Februar 28th, 2013 § 0 comments § permalink

Mehr als Ist wird niemals Sein.

Gott & Liebe

Februar 11th, 2013 § 0 comments § permalink

Es ist nicht so wichtig ob Gott Dich liebt.
Entscheident ist ob Du Gott liebst.

Nach dem Tod

September 9th, 2012 § 0 comments § permalink

Über das „was nach dem Tod ist“ nachzudenken ist ein gefundenes Fressen für den ewig ruhelosen Geist. Was danach ist, ist unwichtig. Wichtig ist, wie man bis dahin (ge)l(i)ebt (hat).

Alles Leben ist Leiden

Oktober 4th, 2011 § 0 comments § permalink

Wer nicht völlig am Leben verzweifelt wird dieser Behauptung kaum etwas abgewinnen können und so ist die Aussage schnell rational filetiert und freudig entsorgt.
Wer seinem Geist nicht so schnell auf dem Leim geht und über die Behauptung nachdenkt kann zu einem völlig anderen Ergebnis kommen das, mit etwas Glück, den Zugang zu einem Leben jenseits der selbst erzeugten geistig / emotionalen Diktatur eröffnet.
Alles Leben ist Leiden.

Der Witz an der Aussage ist die Ebene der Betrachtung.
Die Aussage bezieht sich auf „das Ganze“ und nicht auf die selektive Wahrnehmung einzelner Momente. Klar freut man sich über angenehme Gefühle oder was auch immer. Dennoch soll das Leid sein?!
Ja, weil dieses Leiden sich nicht auf das Erlebte an sich bezieht sondern auf das Erlebte plus die Interpretation des Erlebten mit den eigenen Gefühlen und Gedanken. Nicht das Erleben ist schlecht, schlecht ist die Interpretation zu glauben und sich damit zu identifizieren. Das verursacht Leiden. Und zwar vielfälltige!

Die Sicht zeigt den Ausweg: Um den Kreislauf des Leidens zu verlassen muß die Identifikation mit den eigenen Gefühlen und Gedanken durchtrennt werden. Das  beginnt damit die eigenen Gefühle und Gedanken neutral zu beobachten, man lernt sie als „von sich gesonderte Wesen“ kennen, so wie wenn man sich einen Film im Kino anschaut so schaust Du Dir beim Fühlen und Denken zu.
Dabei sollte sich eigentlich schon bereits der Wunsch eröffnen die bisherige Lebensweise zu verlassen.

Die Befreiung durch die reine Schau der Natur des Geistes

September 9th, 2011 § 2 comments § permalink

Dieser eine Geist, der jegliches Leben und jegliche Befreiung durchdringt, wird nicht erkannt, obwohl er unsere fundamentale Natur ist. Sein Fliessen ist beständig, aber wir ignorieren es. Seine leuchtende und makellose Intelligenz wird nicht wahrgenommen, obwohl sie in allen Dingen zu Tage tritt. Die Helden haben das Unbegreifliche proklamiert und die geheimsten Lehren in ihrer Gesamtheit sprechen nur von seiner höchsten Verwirklichung. Obwohl es so viele Schriften gibt wie der Himmel weit ist, lehren sie doch nichts anderes als diesen Geist des Identisch-Seins. Diese direkte Einführung ist den Helden vorbehalten. Sie allein lässt euch unmittelbar das Absolute durchdringen.
Sieg!
Hört mir zu, meine begünstigten Kinder!
Das Wort „Geist“, ist so bekannt und gleichzeitig so unbekannt.
Die Menschen wissen nichts darüber!
Ihrem Verständnis fehlt das Wesentliche!
Diese Realität entgeht ihnen!
Umnachtet von Individualität, gehen sie an der Natur des Geistes vorbei und gleichzeitig an ihrer eigenen Natur. Sie irren umher in der Ungewissheit der drei Reiche und verfehlen das Wesentliche! Asketen und Meister verkünden lauthals ihr Verständnis, aber sie ignorieren diesen Schatz! Gelähmt durch die Schriften und durch ihr eigenes Wissen, berühren sie nicht die räumliche Transparenz des Geistes!
Fasziniert von Subjekt und Objekt, gehen Gemässigte und Extremisten vorbei an diesem Schatz. Durch das tantrische Ritual entfernen sie sich von ihm, durch die Praktik verschließen sie ihre Augen. Selbst jene, die sich auf Mahamudra und auf Dzogchen berufen, sind begrenzt von ihrer eigenen Intelligenz; sie irren umher in der Dualität und im Nicht-Dualismus!
Indem sie nicht weitergehen, wissen sie nichts von authentischem Erwachen! Leben und Befreiung sind dein eigener Geist. Sei nicht der Gefangene einer Auffassung, die sich in einem Zyklus ohne Ende in den eigenen Schwanz beißt. Lasse Wahl und Fixierung hinter dir!

Verlasse also all dieses, lasse dich nieder in deinem königlichen Nicht-Handeln, und verwirkliche durch diese Unterweisung sofort deine große natürliche Befreiung.
Durch die Erkenntnis deiner bis aufs Mark entblößten Intelligenz, verwirkliche diese angeborene Vollkommenheit des Geistes.

Durch diese leuchtende, absolute Bewußtwerdung existiert der Geist und existiert auch nicht – beides auf einmal!
Er ist die Quelle der Lust, des Leidens und der Freiheit.

In den Unterweisungen nennt man ihn: „Realität des Geistes“.
Das „Selbst“ oder das „Nicht-Selbst“,
den „Angeborenen Geist“,
die „Absolute Natur“,
das „Große Siegel“,
die „Natürliche Befreiung“,
die „Perle aus Licht“.

Diese Verwirklichung hat drei Tore:
Die Abwesenheit von Spuren aus der Vergangenheit, die Klarheit und den Raum.
Die frühere oder die gegenwärtige Verwirklichung ist ohne Wurzeln, frisch, plötzlich eintretend; Sie besteht darin, daß man so bleibt, wie man ist, ohne Anstrengung.
Die Zeit in ihrer unmittelbaren Einfachheit zu begreifen, sich in jedem Augenblick in seiner absoluten Nacktheit zu sehen, das macht deine Sicht klar, transparent und objektlos!
Das ist die blitzschnelle, unverhüllte Intelligenz!

Das ist die Räumlichkeit, die nichts festhält, die funkelnde Leere jenseits der Formen, fließend und befreit von Dauer, unbegrenzt, vibrierend und klar!
Ohne Einheit, ohne Vielheit, mit nur einem Geschmack:
Sie kommt von nirgend her, klar und ihrer selbst bewusst, ist sie die Wirklichkeit selber!

Dieses direkte Eingehen in die Realität, enthält die Gesamtheit der Welten.
Der Wahrheitskörper, der Glückseligkeitskörper, der absolute Körper sind übervoll von ihr.
Funkelnd ist sie, diese natürliche Energie der Freiheit!

Und hier die Einführung in diese mächtige Methode, Verkünderin der Wirklichkeit selbst: In diesem Augenblick ist dein Bewußtsein diese Totalität, es ist diese natürliche Klarheit frei von jeglichem Zwang!

Kannst du sagen: „Ich verstehe die Natur des Geistes nicht „, obwohl es nichts gibt, worüber du meditieren kannst in dieser makellosen Klarheit deiner Intelligenz ?
Kannst du sagen:“Ich sehe die Gegenwart des Geistes nicht“ obwohl der, welcher denkt, diese Realität ist?
Kannst du sagen:“Selbst wenn man sie sucht, bleibt sie mysteriös“, obwohl es absolut nichts zu tun gibt?
Kannst du vorgeben, daß sie dir trotz der Praktiken entgeht, obwohl es genügt, ohne Anstrengung zu bleiben?
Kannst du sagen, daß es dir schwer fällt zu handeln, obwohl es natürlich ist, in Nicht-Aktivität zu verweilen?
Kannst du sagen, du seiest unfähig, obwohl die Klarheit, das Bewußtsein und der Raum deine eigene Realität sind?
Kannst du vorgeben, daß die Praktik keine Früchte trägt, obwohl sie natürlich, spontan, frei von allen Bindungen ist?
Kannst du sagen: „Ich suche und finde nicht“, obwohl das Denken und die natürliche Befreiung gleichzeitig geschehen?
Warum sollte man meinen, die Heilmittel seien unwirksam, obwohl deine eigene Intelligenz einfach „dieses“ ist?
Wie kannst du vorgeben, das nicht zu wissen?

Sei versichert, daß die Natur des Geistes Leere ohne Stütze ist.
Dein Geist ist ebenso ohne Substanz wie der leere Raum.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Ohne dich an die Konzepte einer nihilistischen Leere zu halten, kannst du versichert sein, daß die Weisheit von jeher klar, leuchtend und spontan war, in sich selbst ruhend, Sonnennatur durch sich selber.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Sei versichert, daß deine Intelligenz makellose Weisheit ist, fließend wie das kontinuierliche Strömen eines Baches!
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Wisse, daß du ihn nicht durch Vernunft finden kannst, denn seine Bewegung ist ebenso ohne Substanz wie die Passatwinde.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Sei versichert, daß alles Erscheinende nichts anderes ist, als deine eigene natürliche Wahrnehmung, reflektiert wie von einem Spiegel.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Sei versichert, daß jede Erscheinung sich sofort selbst befreit, aus sich selber kommend, sich selber erschaffend, gleich einer Wolke am Himmel.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!

Leere Vision, natürliche Befreiung, funkelnder Raum des Wahrheitskörpers!
Realisiere das Absolute auf dem Nicht-Weg, die Gottheit enthüllt sich in diesem Augenblick!

So möge die intuitive Schau deiner mit Raum bekleideten Intelligenz, diese natürliche Befreiung durch die reine Schau, diese außerordentlich tiefe Verwirklichung, zum Ort des Ergründens werden, zu welchem alle deine Fähigkeiten hinstreben!

Ehre sei dieser geheimnisvollen Tiefe!

Padmasambhava (8. Jahrhundert)
übersetzt aus dem Französischen von Rosina Meissner

schön!

August 29th, 2011 § 0 comments § permalink

Angst klopfte an.
Vertrauen öffnete.
Niemand war da.
– chinesisches Sprichwort

Materie gibt’s nicht – Ein Gespräch mit Hans-Peter Dürr

April 18th, 2011 § 0 comments § permalink