Die Ursache

April 19th, 2015 § 0 comments § permalink

Man darf bei seinen Überlegungen nicht außer Acht lassen, daß alles, was seit den letzten 2000 Jahren passiert auf Basis des Kirchenrechts geschieht. Kirchenrecht ist die gesetzliche Grundlage für Weltkrieg, Obsorgeprozeß oder exponentiellem Wachstumsfaschismus.
Basis der Behauptung ist, daß das Kirchenrecht den Geltungsbereich „Welt“ erschafft in dem nicht Lebewesen sondern Sachen sind. Der Witz ist freilich, von dieser Sicht zu überzeugen oder noch besser, Rahmenbedingungen für eine kollektive und unwissentliche Identifikation zu schaffen. Dieses ist tatsächlich gelungen.
Beweis?!
Was ist ein Kind?
a.) ein Lebewesen oder
b.) eine unter staatlicher, neuerdings unternehmerischer Verwaltung stehende Sache
B ist richtig.

Gesetzt dem Fall, daß Du also jemals Kind warst trifft das auf Dich nach wie vor zu. Du bist weder Mensch noch Lebewesen sondern unter unternehmerischer Verwaltung stehende Sache. Wer bereits durchschaut hat, daß mensch nicht sein Denken oder Fühlen ist, die Entifizierung von Person hin zu Mensch oder vielmehr, zum Wesen(tlichen) ist die entsprechend fraktale Hürde im Außen.

Meister Hakuin

März 15th, 2011 § 0 comments § permalink

In einem Dorf, in dem der große Zen-Meister Hakuin lebte, wurde ein Mädchen schwanger. Ihr Vater wollte sie zwingen, ihm den Namen ihres Liebhabers zu nennen, und so sagte sie schließlich, nur um einer Bestrafung zu entgehen, dass es Hakuin war. Da schwieg der Vater, aber als die Zeit der Geburt gekommen war, brachte er das Baby sofort zu Hakuin und warf es ihm hin. „Es scheint, dass dies dein Kind ist“, sprach er und empörte sich lang und breit über diese Schande.

Der Zen-Meister sagte nur: „Ach, ist das so?“ und nahm das Baby in seine Arme. Wohin er nun ging, nahm er das Baby mit, eingewickelt in den Ärmel seines zerlumpten Gewandes. An regnerischen Tagen und in stürmischen Nächten ging er in die Nachbarhäuser und bettelte um Milch. Viele seiner Schüler, die ihn als gefallen betrachteten, wandten sich gegen ihn und zogen davon. Und Hakuin sagte kein einziges Wort.

Unterdessen entdeckte die Mutter, dass sie den Schmerz, von ihrem Kind getrennt zu sein, nicht länger ertragen konnte. Sie bekannte den Namen des wirklichen Vaters, und ihr eigener Vater eilte zu Hakuin, warf sich vor diesem nieder und bat ihn immer wieder um Vergebung.
Hakuin sagte nur: „Ach, ist das so?“ und gab ihm das Kind zurück.

Das ist Akzeptieren. Das ist tathata.
Was das Leben bringen mag, ist okay, absolut okay.

Dies ist die Eigenschaft eines Spiegels – nichts ist gut, nichts ist schlecht, alles ist göttlich. Nimm das Leben so an, wie es ist. Indem Du es akzeptierst, verschwinden die Wünsche, verschwinden die Spannungen, verschwindet die Unzufriedenheit. Indem man das Leben so akzeptiert, wie es ist, fängt man an, sich sehr fröhlich zu fühlen, und zwar ohne jeden Grund.
Wenn Freude einen Grund hat, wird sie nicht lange dauern.
Wenn Freude ohne jeden Grund ist, wird sie ewig währen.

aus: Osho, Zen: The Path of the Paradox, Bd. 3, Seite 175-176.

Vater, Mutter, Kind, der Staat und gelegentlich ein Terrorist

Januar 27th, 2011 § 0 comments § permalink

Die Kernaussage vorweg: Den Kinder dient es nicht.
Und um das Drumherum auch etwas auszuführen: Die mediale Berichterstattung über Kindermord, Jugendämtern, terroristischen Vätervereinigungen, misshandelten Müttern und Kindern – möglicherweise ist das geil zu konsumieren! Und es wird auch der Nerv der Zeit getroffen. Völlig verfehlt erscheint mir die Stoßrichtung in die das Ganze geht. Es ist interessant, wichtig und auch notwendig zu wissen was es an Hässlichem in der Welt gibt. Viel wichtiger aber erscheint es mir die Menschen und Organisationen aufzuzeigen die präventive und heilsame Wege ausprobiert haben und andere anleiten auf ihnen zu gehen. Und noch wichtiger erscheint es mir in das Bewußtsein der menschlichen Kopfe zu verankern: Was auch immer gesagt und getan wird – es muß den Kindern dienen. Tut es das nicht ist es auch für den Rest der menschlichen Gesellschaft nur von zweifelhaften Wert.

Wieder wie ein Kind

März 7th, 2003 § Kommentare deaktiviert für Wieder wie ein Kind § permalink

Unschuldig und neugierig will ich wieder werden. Will erfahren, wahrnehmen als hätte ich noch nie zuvor wahrgenommen oder gefühlt. Wie ein Kind, nur diesemal ein erwachsenes.
Michael Franz Reinisch, Wien

Eltern

März 2nd, 2003 § Kommentare deaktiviert für Eltern § permalink

… als müßte man erst so werden wie die Eltern um fühlen zu können wo sie irrten.
Um dann wieder zu werden wie ein Kind.
Michael Franz Reinisch, Wien