Schlagwort-Archive: Gott
Aufgepaßt
Solange Du an Gott glaubst entgeht Dir das Beste.
Erleben mußt Du Es.
- in Langschwarza
Geschafft!
Ich glaube nicht an Gott.
Ich sehe ihn.
- Jean-Henri Fabre
Monotheistisches Yin & Yang
Wenn in einem monotheistischen Glaube ein Gott mit bestimmten Qualitäten geglaubt wird führt das á la longe zu einem Leben im Gegenteil.
In unserem Fall:
Der katholische Gott wurde als Mann, Yang, Logik, Prinzip angesehen, gehuldigt und verehrt. Das Yin, Frau, Chaos, Emotion, Extase wurde verdrängt, unterdrückt, im Zweifelsfall angezündet.
Göttliche Korrektur
Ein Zuviel des Einen kippt ins Gegenteil.
Oder anders: Ein Zuviel an Yang kippt ins Yin.
Umgekehrt gilt das auch, ein Zuviel an Yin kippt ins Yang – in beiden Fällen ist das Ergebnis ein perverses, gekipptes eben. Doch zurück:
Wenn ausschließlich Yang gehuldigt wird kippt das Geuldigte ins Yin. Das Ergebnis eines monotheistischen reinen Yang Glaube muß also Yin sein – Chaos. Aus dem Chaos entsteht dann ein neues Yang, der Krieg, der da ist, nach Heraklit, der Vater aller Dinge.
Es liegt am Vater das Chaos zu ordnen, so oder so.
Ich seh das so:
Aktueller Stand ist, daß Mann, als auch Frau keine Leitbilder mehr haben.
Der 2. Weltkrieg hat die über die Jhdte. entwickelten Yin-Yang-Rollen zerstört.
D.h. wir sind gefordert Yin und Yang neu zu definieren, nicht strukturell sondern inhaltlich und im Ausdruck. Wie wir Mann, und Frau, Emotion und Verstand ausgewogen leben.
Ausgewogen! sonst geht es gleich wieder von vorne los.
- in Wien
Ein großes Surren und Sirren
Es hat einen Punkt in meinem Leben gegeben an dem ich nicht mehr daran interessiert wie ich oder mein Leben sein sollte. Ich wollte wissen in welchen Prinzipien, mein, das Leben an sich ruht und nach welchen Gesetzmäßigkeiten es sich entwickelt.
Auf der Suche nach dem kleinsten Gemeinsamen
Letztlich scheint alles nur Energie zu sein die sich innerhalb einer Ordnung bewegt. Ursprung von Energie und Ordnung ist, gleich wie Es genannt wird, Gott. Gott ist – und erstaunlicherweise ist sich dabei die deutliche Mehrheit der Menschheit einig – per Definition nicht zu verstehen, benennen, abzubilden, sich vorzustellen – Es entzieht sich der menschlichen Erkenntnismöglichkeit. Getreu der Erkenntnis habe ich also auch keine Ahnung wieso und wozu Es ist. Aber das Es ist, das habe ich erlebt, erlebe ich.
Die fiese Versuchung
Natürlich hätte ich Es gern erklärt, so daß jeder Es erkennen hätte können. Man stelle sich vor, nach vielen tausend Jahren wäre es MIR gelungen zu sagen: “Gott ist blablabla” und das Blablabla würde tatsächlich stimmen. Natürlich bin ich dieser Versuchung erlegen!
Aber: Blabla ist eben doch wieder nur Blabla und so ist mein Credo: Solange ich bin ist Es auch. Über davor und danach kann ich viel sagen, glauben, denken – wissen aber kann ich nichts. Auch sonst niemand behaupte ich, es geht an sich nicht.
Ordnung, Energie und der Mensch
Anders ist es mit der Ordnung, diese ist leicht zu beobachten.
Zumindest für menschliches Zeitempfinden ist es ein ewiges Werden und Vergehen das, so oder so, Wirkung auf alles Andere hat. Die damit verbundene Energie ist einfach da und drückt sich durch die Ordnung aus wobei eben etwas passiert. In diesem Rahmen spielt man als Mensch für eine gewisse Zeit mit. Kann beeinflussen und erleben und im Wesentlichen ist es das.
Wie lange die Zeit wärt weiß der Mensch nicht, wozu er da ist weiß er nicht und von dem was davor war und danach kommt weiß er auch nichts. Alles in allem ein recht vager Zustand. Von den vielen Möglichkeiten die sich aus dieser Situation ergeben, gilt es etwas zu leben was persönlich befriedigt.
Was möglicherweise der Sinn des Lebens ist. Ein reizvolles Abenteuer ist es in jedem Fall.
Wien, am 8. Oktober 2004
Spirit con Carne
Es gibt ein Buch da steht, daß ein Geist (gr. pneuma, hebr. Rúah, dt. Atem) inkarniert, Fleisch wird. Sohn Gottes wird er in dem Buch genannt, er soll wie ein ganz normaler Mensch ausgesehen haben.
Dieser ganz normale Mensch sorgt gehörig für Aufruhr indem er herumwandernd seltsam redet und lebt. Für einige ist das anziehend, heilsam, erlösend, für andere ist es abstoßend, kränkend, fürchterlich.
Und, wie könnte es anders sein, die “sich abgestoßen Fühlenden” machen (natürlich unter Angabe von Gründen) seinen Körper kaputt. So wie das im Buch beschrieben steht scheint das nicht sehr angenehm zu sein und ein interessantes Detail ist, daß sie seinem Körper mehr Schmerzen zufügen als damals allgemein üblich war. Der Mensch scheint auf besondere Art und Weise kränkend gewesen zu sein…
Aus dem Buch geht hervor, daß der Mensch von seinem nahen Ende gewußt hat, das dabei bemerkenswerte ist, daß es diesem Menschen weder sonderlich erfreut noch beunruhigt hat. Ein kurzes Aufflackern des Zweifels wird noch gegen Ende erwähnt, letztlich stirbt er wie er gelebt hat.
Der Geist exkarniert wieder, es fährt aus der Haut
Es steht noch mehr in dem Buch aber für den folgenden Gedanken reicht das.
Hypothese
Wenn Geist in einen Körper schlüpft nehme ich an, daß es Grund dazu gibt. Aber selbst wenn es keinen Grund gäbe, was würde Geist mit einem menschlichen Körper erleben?
Ich bin auf fühlen, handeln und bewegen gekommen.
Was ich mir für Geist recht verwirrend vorstelle. Konnte es ja vorher nicht, neue Fähigkeit, schwierig! Wenn Geist dann aber kann ist es möglich etwas bewußt zu erleben.
Und da wird es dann wieder interessant.
Was wäre erlebenswert?
Wenn “mein” Geist mit meinem Körper in Frieden ist und diese Zwei als Ich mit meinem Umfeld in Frieden leben, das wäre schon recht gut.
Wenn das zumindest die Mehrheit auch noch macht, von allen wag ich gar nicht zu träumen aber die Mehrheit, sind nur 11% der Geister – das würde ich gerne erleben! Für den Einzelnen ist das möglich und also geht es auch in der Gesamtheit.
Wie es dazu kommen könnte
In meinem Leben zeichnet sich klar ab, daß “einziges” hauptsächlich Ärger macht.
Ich glaube, damit wir Menschen mit uns und der Erde in Wohlgefallen zusammenleben können bedarf es keiner ideologische Übereinstimmung. Es bedarf einer emotionalen Übereinstimmung d.h. die Wahrnehmung des Erlebens ist ähnlich, das wie und warum es dazu kam ist nebensächlich.
Und da sich letztendlich jeder wohl fühlen will bietet sich das also als kleinster gemeinsamer Nenner an.
Ich glaube also, genau genommen ist es für mich bewiesen weil ich mich seit 2000 so lebe, wichtig ist nicht so sehr der Inhalt der Ideologie, wichtig ist wie ich mich auf Grund meiner Ideologie fühle. Diese meine Wirkung ist mein tatsächlicher Beitrag zur Welt, nicht so sehr das was ich glaube oder bin. Wie es mir beim Sein geht!
Aus dieser Sicht ist die Welt wie wir sie als individuelle und kollektive Wirklichkeit erleben das Ergebnis aller Befindlichkeiten. Alles ist mit allem verbunden. Die eigene Befindlichkeit ist demnach etwas sehr mächtiges – wirkungsvolles.
Einfache Lösung
Man trachte sich wohlzufühlen, achte drauf, wie sich die Umsetzung des Trachtens anfühlt und korrigiere entsprechend der gewonnenen Erkenntnisse.
Wenn so vorgegangen wird ergibt sich der Rest von selbst. Das kann jeder!
Gibt es Schwierigkeiten liegen sie im Wollen und Wissen: Sie sind also geistiger Natur. Und dort sind Probleme vergleichsweise leicht zu lösen.
Ob's anders wird, wir werden es machen.
Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll,
Seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr,
Da ich stolzer und wilder,
Worte reicher und leerer war?
Ach! der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt,
Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;
An das Göttliche glauben
Die allein, die es selber sind.
Friedrich Hölderlin (Menschenbeifall)
Sich selbst erkennendes "Es"
… und geht erneut in die Polarität um sich zu erfahren.
Ein ständiger Vorgang aus Erkennen – Integrieren – Spiegeln und wieder von Vorne.
“Es” lernt also! Gott lernt!
Ich glaube nicht, daß Gott als einzige Kraft im Universum (und damit in sich selbst) statisch ist. Alles was ich erkennen kann spricht dagegen.
Gott ist, glaube ich, also dynamisch und es bietet sich das Bild von Wasser an, eines Baches oder vielmehr – allen Wassers der Welt. Schönes Bild, Gott ist Wasser. Und ohne Wasser kein Leben.
Wachsendes "Es"
Damit “Es” sich erfahren kann braucht es eine “Gegen”. Aus der Polarität kann dann Drittes entstehen daß das Spiel der Polarität erkennt. Das “Dritte” und das “Gegen” können dann zurück in “Es” übergehen.
“Es” hat sich erkannt.
“Es” wächst! …
Sterben und "Es"
Ich hab’ wieder was begriffen!
Wenn ich mit mir im Reinen bin kann ich mich ganz auf mein Sterben konzentrieren. Und dabei gibt es sicher viel zu erleben; – und das völlig entspannt!!
Weiters habe ich begriffen, daß “Es” nicht zu beschreiben ist und deßhalb braucht es die Polaritäten.
So lange ich in den Polaritäten leben kann ich “Es” nicht finden. Die Polarität aber ist brauchbar um “Es” einzukreisen.
“Es” ist zwischen oder vielmehr die Summe der Polarität.
Und das ist ganz schön viel!
Wien