Glaubensbekenntnis: Martwirtschaft

Juli 23rd, 2002 § 0 comments § permalink

Die Marktwirtschaft, zur Zeit, ist ein schlechter Glaube. Man dient hier einem lügenden Gott.
Der Gott lebt vom nicht-Einhalten seines Versprechens.
Wer die Martwirktschaft glaubt wird bald müde werden und letztendlich krank und verbittert sterben.

Zusatz: Das gilt nur, wenn Marktwirtschaft auf solche Art und Weise gelebt wird.
Dienend gelebte Martwirtschaft kann viel Gutes bewirken.

Ego, Krieger, Liebe

Juli 7th, 2002 § Kommentare deaktiviert für Ego, Krieger, Liebe § permalink

Ich glaube, daß Krieger und Ego eins sind. Ich habe im Ego, das ich hiermit als Krieger erkannt habe, immer einen Feind gesehen den es zu bekämpfen geht. Weil es meine Liebe gefährdet.
Jetzt glaube ich, daß mein Krieger mir bedingungslos gedient hat und schwere Schläge im Kampf erlitten hat. Nämlich von mir selbst!

Die Lektion meines Kriegers ist heute: Loyalität. Und dazu braucht’s Kraft, Liebe und Glaube.
Ich erkenne mich in meinem Ego,
ich erkenne mich in meinem Krieger.

Anleitung zum Handeln

April 15th, 2002 § Kommentare deaktiviert für Anleitung zum Handeln § permalink

… Gibt es ein Handeln, das nicht dem Verlangen entstammt?

Wenn wir eine solche Frage stellen, und das tun wir selten, dann können wir versuchen, ohne jegliches Motiv ein Handeln zu finden, das aus der Intelligenz kommt. Das Handeln aus Verlangen ist nicht intelligent, es führt zu allen möglichen Problemen und Streitfällen.
Gibt es ein Handeln der Intelligenz?

Man muß immer etwas skeptisch in diesen Dingen sein: Zweifel ist eine ganz besondere Triebfeder zur Reinigung des Geistes und des Herzens. Zweifel im richtigen Ausmaß, bringt große Klarheit, Freiheit. In den östlichen Religionen gehört das Zweifeln, das Infrage stellen, zu den Voraussetzungen der Wahrheitsfindung, doch in der religiösen Kultur der westlichen Zivilisation ist Zweifel eine Bosheit des Teufels. Doch in der Freiheit, im Handeln, das nicht aus dem Verlangen kommt, muß der Funke des Zweifels sein. Wenn man wirklich sieht, nicht theoretisch, nicht verbal, daß das Handeln aus Verlangen korrupt, verzerrt ist, dann ist diese Wahrnehmung selbst der Anfang jener Intelligenz, aus der zu handeln etwas völlig anderes ist. Das heißt, das Falsche als falsch zu sehen, das Wahre im Falschen und Wahrheit als Wahrheit. Solche Wahrnehmung ist jene Art von Intelligenz, die weder Dein noch mein ist, und diese handelt dann. Dieses Handeln kennt keine Verzerrung, keine Reue. Es hinterläßt kein Zeichen, keine Fußspur im Sand der Zeit. Diese Intelligenz kann nicht da sein ohne großes Mit – Gefühl, Liebe, wenn Du es so nennen willst. Mit – Gefühl kann nicht sein, wenn der Denkprozeß in einer bestimmte Ideologie oder einem bestimmten Glauben verankert oder an ein Symbol oder eine Person gebunden ist. Nur in der Freiheit kann Mit – Gefühl existieren. Und wo diese Flamme ist, ist diese Flamme selbst die Bewegung der Intelligenz.
Jiddu Krishnamurti