Plädoyer für eine einfache Lösung: Die Todesstrafe

Oktober 27th, 2009 § 0 comments § permalink

Was würde sich verändern wenn z.B. der CEO von Monsanto stirbt?
Wahrscheinlich nichts.
Was würde sich verändern wenn Monsanto stirbt?

Wenn juristische Personen für ihre Taten einstehen müssten und also plötzlich etwas zu verlieren hätten, wie zum Beispiel Existenz und Besitz, vielleicht würden sie anders geführt werden. Daher bin ich für die Todesstrafe!
Nicht für Menschen, das nicht, die Geschichte hat bewiesen, dass das keine nachhaltige Lösung ist. Menschen (legal) umbringen also ganz entschieden: Nein. Aber bei Firmen, Organisationen,… – juristischen Personen die gegen die Menschenrechte verstoßen, erscheint mir das virtuell-juristische Fallbeil einen Versuch wert. Ich will das erläutern.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung – eine Versuchung
Das Bild einer Gerichtsverhandlung ist aus Film und Leben vertraut. Jemand steht vor Gericht, die Fakten werden zusammengetragen und anhand der Gesetzeslage wird dann ein Urteil verkündet. Es stehen immer Menschen vor Gericht, niemals „Juristische Personen”. Ein vom Gericht verurteilter Mensch hat keine Auswirkung auf eine juristische Person, würde eine juristische Person verurteilt hätte das erheblichere Konsequenzen.
Juristische Personen sind z.B. Ges.m.H., Vereine, Aktiengesellschaften, Holdings,Partein, Genossenschaften, usw. welche die Rechte von Menschen, nicht aber deren Pflichten und Lebenszyklus haben. Juristische Personen können unsterblich und beschränkt haftbar sein. Ein Grund warum manche Entscheidungen über die Kostenrechnung anstatt im Gewissen reflektiert werden. Das verführerische Wort „Schadensersatz” das vorgaukelt, man könne Schaden ersetzten. Dass dem nicht immer so ist, hat uns die Geschichte gelehrt.

Gedanklicher Rahmen der Lösung
Verstößt nun eine juristische Person gegen die Menschenrechte, wird sie, nach alter Sitte, hingerichtet, der Besitz eingezogen, das „Know how“ veröffentlicht. Juristische Personen, also „Personen“, die es gar nicht gibt, werden aufgelöst wenn sie gegen die allgemeine Erklärung der Menschenrechte verstoßen. Menschen, also Wesen aus Fleisch und Blut, sollen zufrieden Leben!

Konsequenz
Das bedeutet zunächst einmal, daß alle Menschen die sich direkt oder indirekt an dem Verbrechen beteiligt haben (Shareholder, Gesellschafter, …) leer ausgehen und / oder arbeitslos sind.
Das alleine müsste das kollektive Bewusstsein schärfen und den Anreiz zum Verbrechen mindern. Die Veröffentlichung des know hows, wie z.B. Patente würde zu einem Anstieg an Wissen und Erfahrung führen der allen zugute käme.
Es wäre z.B. praktisch das gesamte pharmazeutische und gentechnische Wissen  auf einem Schlag global verfügbar.

Umsetzung
Die technische Umsetzung ist sehr einfach, alles was es braucht gibt es und ist in der Durchführung erprobt. Es muß lediglich das eine oder andere Gesetz verändert werden, an sich Routine. Aufgrund der neuen gesetzlichen Sachlage werden die Prozesse gemacht und entsprechend der Rechtslage gerichtet. Diese Vorgehensweise ist im Wesentlichen das übliches Nachkriegsszenario. Die Verlierer werden nach einer Rechtssprechung gerichtet die nicht die ihre ist sondern die des Gewinners.
Diese Lösung ist für den Fall, daß das Mensch-Sein gewinnen soll. Ist das Ziel zufriedene juristische Personen dann ist die Lösung unbrauchbar.

Warum Hitler schlecht und Churchill gut war

April 27th, 2009 § Kommentare deaktiviert für Warum Hitler schlecht und Churchill gut war § permalink

Nicht um die Personen selbst geht es mir in dieser Wortmeldung. Mir geht es um die Sicht mit der Geschichte gelehrt wird. Das schlecht ist wer verliert und gut ist wer gewinnt. Hätte Hitler gewonnen wüßten alle über Churchills Schandtaten bestens Bescheid. Aber Churchill war bei den Gewinnern und so wurde er gut.
Hexen wurden böse, Buren tot und Indianer stahlen Land und Vieh, … die Liste ist so endlos wie sie zum Kotzen ist.
Geschichte wird von Gewinnern geschrieben!

Über Krieg als Lösung

August 7th, 2008 § Kommentare deaktiviert für Über Krieg als Lösung § permalink

Es ist historisch belegt, daß Krieg keine Lösung zum Erreichen von Freiden ist.
Niemals! Kein einziger Krieg hat Frieden gebracht:
Ganz im Gegenteil.

Bruno Kreisky zu Atomstrom

Januar 10th, 2003 § Kommentare deaktiviert für Bruno Kreisky zu Atomstrom § permalink

ca. 1988
Mit jedem Tag der geht werden die Kraftwerke älter, gebrauchsunfähiger und gefährlicher.
Und wir wissen heute wie lebensgefährlich die Kernenergie ist. Nach Tschernobyl, nach dem was wir sonst erleben in der Welt. Ich glaube also, daß es gar nichts anderes gibt als daß wir die Menschen vor dieser zusätzlichen Sorge im Leben bewahren müssen. Warum haben wir ein ganzes Leben lang gekämpft auf dem Gebiet der Sozialpolitik um weniger Angst vor dem Sterben, um weniger Angst vor der Krankheit, um weniger Angst vor der Armut wenn wir am Schluß machtlos sind wenn’s um diese neue Angst geht. Und deshalb bin ich der Meinung, wir brauchen diese neue Angst nicht haben, man muß den Mut haben gegen die Atomenergie mit ihren ungeheuren, gefährlichen Konsequenzen zu warnen und es gibt nicht anderes als einfach darauf zu verzichten. Wir brauchen sie auch nicht. Wir haben genug Energie.
Und die Erkenntnis meines Lebens ist die, daß man gegen die Atomenergie sein muß.

Konrad Lorenz zu Atomstrom

Januar 10th, 2003 § Kommentare deaktiviert für Konrad Lorenz zu Atomstrom § permalink

Tullner Hauptplatz 1978

Meine sehr verehrten Tullnerfelder, ich habe Angst. Und zwar nicht weil ich ein Tullnerfelder bin, das bin ich, und nicht weil ich stromabwärts von Zwentendorf wohne, sondern aus sehr viel allgemeineren Gründen. Ich habe auch nicht um mich Angst, mich dawischts nicht mehr.
Angst habe ich um die Kinder die hier herumlaufen und um die ungeborenen Kinder die zu erwarten sind. Wenn ich meine Enkelkinder und diese hier umanand laufen sehe kommt mir immer die Sorge – wo laufts ihr hin?
In die Katastrophe.
Denn das es zur Katastrophe kommen muß ist eine Tatsache die sich aus der schnellen Entwicklung des Wirtschaftswachstums ergibt. Ich habe also Angst um die Zukunft. Die Gefahren die uns drohen werden von Jahr zu Jahr deutlicher an den Mißerfolgen der Atomkraft in anderen Ländern.
Aber von den Baustops, von dem Undichtwerden von radioaktiv materialhaltenden Kesseln usw. von dem hören wir nichts. Das wird von der Lobby der Elektrizitätswerke unterschlagen. Die Lügen die uns aufgetischt werden sind viel weniger gefährlich als die Vorenthaltungen von Information.
Nun, ich werfe den Befürwortern der Kernkraft nicht allen vor das sie bestochen sind, aber sie leben ja davon! Was macht zum Beispiel ein Strahlenschutzspezialist wenn nur die Sonne strahlt?
Es ist eine sehr bitter, schwarz erheiternde Tatsache daß der Präsident der amerikanischen Strahlenschutzkommision den schönen Ausspruch getan hat: „Mit jedem Kernkraftwerk wächst der Einfluß unserer Berufsvereinigung“.
Was soll ein Kernkraftspezialist machen wenn man kein Kernkraftwerk macht?

Ich muß vor allem als Mediziner Stellung nehmen.

Es ist einfach nicht wahr, daß es eine untere Grenze der Strahlung gibt die noch erträglich ist. Die Strahlung mit der wir es zu tun haben ist ja eine Korpus kular Strahlung das heißt es fliegen Teilchen. Einige treffen, einige Leute grigen Karzinom aber die Frage wie stark ist die erträgliche Strahlung ist genauso dumm wie wenn sie fragen „welche Dichte von Infantriebeschuß ist noch erträglich“.
Das hängt davon ab wie lang g´schossen wird und wieviel Leute im Weg stehen.

Das wird nie erwähnt sondern so und soviel REMs sind erlaubt. Nun wird eingestanden, daß die Inzistenz, die Verhäufigkeit von Krebsen wesentlich erhöht und das die Erhöhung vor allem von Erbschäden berechnet und dann nach Erwägung festgelegt wurde das man einen vernünftigen Spielraum für die Atomenergieproduktion der absehbaren Zukunft schaffen muß. Das ist ein dermaßen zynischer Ausspruch wie man ihn nur den Sklaven der Großindustrie so in den Mund legen kann. Das ist wirklich wahr, daß er das gesagt hat.

Stellen sie sich einmal vor im Tullnerfeld gibt es 50 Krebstote per Jahr mehr. Das fällt statistisch fast nicht auf unter der großen Zahl der Leute die sowieso an Krebs sterben aber stellen sie sich vor, daß das anders gemacht wird. Ein autoritärer Herrscher sagt, jetzt haben wir so und soviel Leute über 50 Jahre die werden herausgestellt und tot geschossen. Das kommt genau auf das Selbe hinaus, die Leute die an Krebs sterben viel qualvoller als wie die Leute die man tot schießen würde. Also die moralische Unverantwortlichkeit ist überhaupt nicht auszudrücken.

Jede Krebskranke, jedes Kind das mißbildet auf die Welt gekommen ist ist eine Tragödie, ist ein menschlicher Fall der mit noch so viel Geld nicht gutzumachen ist. Die weitere Entwicklung der Menschheit ist sowieso biologisch äußerst riskant. Diese gefährliche Situation wird um ein vielfaches verschlimmert wenn wir mutationsfördernde Strahlen auf uns einwirken lassen.

Als Verhaltensforschern und als Gesellschaftskritiker sehe ich wie der Mensch mehr und mehr kompliziritere Apparate schafft. Die Arbeitsamkeit des Menschen nimmt zu. Dazu kommt ein beinahe zur Religion gewordener Irrglaube der Produktionsapparat muß auf jeden Fall auf hohen Touren laufen und der Produktionsapparat muß möglichst groß sein. Nun ist ein großer Produktionsapparat unmenschlich, je kleiner ein Unternehmen ist desto menschlicher ist es an ihm zu arbeiten. Und die Tendenz zu immer größeren und größeren Produktionsapparaten, Unternehmen bedingt eine immer unmenschlichere und dümmere Arbeit für den Einzelarbeiter. Der selbständige Mensch ist unerwünscht in dieser Religion des Produktionsapparates.

Ich habe Angst vor der Vergrößerung der Betriebe, vor dem Wirtschaftswachstum. Von der allgemeinen Entwicklung unserer Zivilisation in Richtung einer „Ent – Menschung“ des Einzelnen.
Nun können sie mir sagen, daß das kalorische Kraftwerke und Pflanzenschutzmittel, verbetonierung der Welt usw. ja auch machen – aber – sie brauchen mit der Produktion von Pestiziden, Pflanzenschutzmittel, mit verbetonieren und was sie sonst, die Menschheit, an Blödsinn macht – nur aufzuhören, sie brauchen nur aufzuhören und in 30 Jahren ist Gras darüber gewachsen.
Und alles ist wieder gut wenn sie bloß aufhört.

Und das erschreckende an Atomkraft ist die Unwiderruflichkeit ihrer Einführung. Für die Halbwertszeit, das sind 20.000 Jahre, wird’s erst halb so giftig, dann braucht’s noch 20.000 Jahre um ein Viertel so giftig zu werden usw. und eine Quelle des Giftes quillt unversieglich, man kann sagen für ewig, weiter. Auch wenn das Atomkraftwerk nicht in die Luft geht, die Komplikation der Apparate die die Menschen sich bau´n bringen es mit sich, daß der Apparat eine merkwürdige Unabhängigkeit vom Menschen erlangt, den Menschen zwingt nur als sein Sklave zu arbeiten und dieser Sklave kann versagen.
Davor habe ich Angst.

Aber nun will ich ihnen sagen wovor ich am meisten Angst habe. Was mich am Meisten erschreckt ist, daß eine Zeitung die mein Großvater gegründet hat von der Lobby der E -Werke eine solche Angst hat daß sie sich nicht traut zu publizieren was der Herr Lorenz, was der Herr Hironimus (?) oder der Prof. Tollmann (?) publiziere sondern gleich, zumindest wenn’s sie’s überhaupt abdrucken dann schneiden sie wesentliche Enden weg, entschärfen es und stellen sofort als Gegengewicht die Worte eines Bezahlten hin.
Also bitte wenn der Herr (Hubau oder so, der Name ist mir nicht verständlich) mich klagt bin ich bereit mit dem Tollmann zusammen in die Schranken zu treten.
Und das ist viel ärger wie alles andere. Denn wenn die Lobby der reichen Leute, wenn das Geld die freiesten Zeitungen unter ihren Daumen hat dann, meine lieben Freunde aus dem Tullnerfeld dann ist etwas in Gefahr das uns allen sehr am Herzen liegen sollte – nämlich die Demokratie.

Weil alles schon einmal gewesen ist zwei Reden aus dem Archiv. Eine von
1978, vor der Zwentendorf Abstimmung und eine von 1988. Beide Redner
sind schon tot, beide haben sich damals gegenüber gestanden. Lorenz auf
Seite der Atomgegner, Kreisky auf Regierungsseite welche die
Inbetriebnahme von Zwentendorf wollte. 10 Jahre später hat Kreisky dann
diese kurze Rede gehalten. Beide Texte sind Mitschriften der CBS Kassette
"Konrad Lorenz - Umweltgewissen" von 1989, Herausgeber war Bernhard Lötsch.