Wo ist der Mensch? Mit seiner Würde!

August 27th, 2014 § 0 comments § permalink

450px-Katze_SenckenbergWenn der Wahnsinn eine gewisse Dichte erreicht hat gibt es gelegentlich einen Punkt der einen skurril witzigen und „einfachen“ Ausweg aufzeigt. Man kann erkennen, daß das Problem nie bestanden hat. Man hat „nur“ daran geglaubt.

Ich lese gerade das österreichische Bundes-Verfassungsgesetz. Dort steht geschrieben, daß in Österreich Volk, Staatsbürger, Landesbürger und / oder Personen leben. Nicht zu lesen ist das Wort Mensch was bedeutet, daß das Gesetz Menschen nicht vorsieht. Folglich leben in Österreich keine Menschen und können nicht gleichnamige Rechte und Würde haben, es gibt sie ja nicht. Rechte und Würde sind dem Volk, Staatsbürger, Landesbürger und / oder Personen garantiert, natürlich kommt dafür noch ein Haufen Pflichten dazu.
Das ist keine juristische Spitzfindigkeit sondern deutsche Sprache. Deutsch ist Amtssprache und unterscheidet sehr wohl zwischen Person, Volk, Bürger und eben Mensch, jedes deutsche Wörterbuch bestätigen das.
Wer also als Österreicher glaubt vom Staat als Mensch gesehen zu werden, hat einen grundsätzlichen Fehler im Denkansatz! Österreicher sind keine Menschen! Österreicher sind Sachen mit besonderen Rechten und vor allem Pflichten aber Österreicher sind, per Gesetz, un-menschlich.

Würdigen Menschen wird das widerstreben.
Aber genau da wird es spannend, oder vielmehr: Entspannend.
Weil, wer sich als Mensch sieht kann nicht in Österreich / Österreicher sein. Es ist wichtig zu verstehen, daß Österreich kein physisches Land sondern ein virtuell „rechtlicher Raum“ ist. Und es gibt und kann kein Gesetz zur verpflichtenden Identifikation geben, sei es mit Person, Volk, Bürger, etc.. Gäbe es ein Gesetz zur verpflichtenden Identifikation mit was – auch – immer wäre Österreich eine Diktatur. Das aber ist durch die österreichischen Gesetze / Satzungen verboten.

Fazit: Mensch sein ist nicht geregelt & Mensch sein kann nicht geregelt werden! Willkommen in der Freiheit!

Die Menschenwürde ist noch eine Erwähnung wert.
Nach Köbler, Juristisches Wörterbuch für Studium und Ausbildung 15. Auflage – das deutschsprachige Standardwerk ist Menschenwürde wie folgt definiert:

„Menschenwürde ist der innere und zugleich soziale Werteanspruch, der den Menschen um seinetwillen zukommt. Die Menschenwürde besteht darin, daß der Mensch als geistig-sittliches Wesen von Natur darauf angelegt ist, in Freiheit und Selbstbewußtsein sich selbst zu bestimmen und in der Umwelt auszuwirken. Die Menschenwürde ist unantastbar.
Daraus folgt, daß einerseits die Würde des Menschen nach der Verfassung der höchste Wert und damit der Mittelpunkt des Wertesystems ist und andererseits der Staat ausschließlich um des Menschen willen da ist und Verletzungen der Menschenwürde verhindern muß.“

Der Mensch ist als geistig-sittliches Wesen von Natur darauf angelegt, sich in Freiheit und Selbstbewußtsein selbst zu bestimmen!

Österreich hat keine Verfassung und keine Menschen.
Für Österreicher gilt die Menschenwürde nicht.
Für würdige Menschen kann Österreich nicht gelten.

Die Befreiung durch die reine Schau der Natur des Geistes

September 9th, 2011 § 2 comments § permalink

Dieser eine Geist, der jegliches Leben und jegliche Befreiung durchdringt, wird nicht erkannt, obwohl er unsere fundamentale Natur ist. Sein Fliessen ist beständig, aber wir ignorieren es. Seine leuchtende und makellose Intelligenz wird nicht wahrgenommen, obwohl sie in allen Dingen zu Tage tritt. Die Helden haben das Unbegreifliche proklamiert und die geheimsten Lehren in ihrer Gesamtheit sprechen nur von seiner höchsten Verwirklichung. Obwohl es so viele Schriften gibt wie der Himmel weit ist, lehren sie doch nichts anderes als diesen Geist des Identisch-Seins. Diese direkte Einführung ist den Helden vorbehalten. Sie allein lässt euch unmittelbar das Absolute durchdringen.
Sieg!
Hört mir zu, meine begünstigten Kinder!
Das Wort „Geist“, ist so bekannt und gleichzeitig so unbekannt.
Die Menschen wissen nichts darüber!
Ihrem Verständnis fehlt das Wesentliche!
Diese Realität entgeht ihnen!
Umnachtet von Individualität, gehen sie an der Natur des Geistes vorbei und gleichzeitig an ihrer eigenen Natur. Sie irren umher in der Ungewissheit der drei Reiche und verfehlen das Wesentliche! Asketen und Meister verkünden lauthals ihr Verständnis, aber sie ignorieren diesen Schatz! Gelähmt durch die Schriften und durch ihr eigenes Wissen, berühren sie nicht die räumliche Transparenz des Geistes!
Fasziniert von Subjekt und Objekt, gehen Gemässigte und Extremisten vorbei an diesem Schatz. Durch das tantrische Ritual entfernen sie sich von ihm, durch die Praktik verschließen sie ihre Augen. Selbst jene, die sich auf Mahamudra und auf Dzogchen berufen, sind begrenzt von ihrer eigenen Intelligenz; sie irren umher in der Dualität und im Nicht-Dualismus!
Indem sie nicht weitergehen, wissen sie nichts von authentischem Erwachen! Leben und Befreiung sind dein eigener Geist. Sei nicht der Gefangene einer Auffassung, die sich in einem Zyklus ohne Ende in den eigenen Schwanz beißt. Lasse Wahl und Fixierung hinter dir!

Verlasse also all dieses, lasse dich nieder in deinem königlichen Nicht-Handeln, und verwirkliche durch diese Unterweisung sofort deine große natürliche Befreiung.
Durch die Erkenntnis deiner bis aufs Mark entblößten Intelligenz, verwirkliche diese angeborene Vollkommenheit des Geistes.

Durch diese leuchtende, absolute Bewußtwerdung existiert der Geist und existiert auch nicht – beides auf einmal!
Er ist die Quelle der Lust, des Leidens und der Freiheit.

In den Unterweisungen nennt man ihn: „Realität des Geistes“.
Das „Selbst“ oder das „Nicht-Selbst“,
den „Angeborenen Geist“,
die „Absolute Natur“,
das „Große Siegel“,
die „Natürliche Befreiung“,
die „Perle aus Licht“.

Diese Verwirklichung hat drei Tore:
Die Abwesenheit von Spuren aus der Vergangenheit, die Klarheit und den Raum.
Die frühere oder die gegenwärtige Verwirklichung ist ohne Wurzeln, frisch, plötzlich eintretend; Sie besteht darin, daß man so bleibt, wie man ist, ohne Anstrengung.
Die Zeit in ihrer unmittelbaren Einfachheit zu begreifen, sich in jedem Augenblick in seiner absoluten Nacktheit zu sehen, das macht deine Sicht klar, transparent und objektlos!
Das ist die blitzschnelle, unverhüllte Intelligenz!

Das ist die Räumlichkeit, die nichts festhält, die funkelnde Leere jenseits der Formen, fließend und befreit von Dauer, unbegrenzt, vibrierend und klar!
Ohne Einheit, ohne Vielheit, mit nur einem Geschmack:
Sie kommt von nirgend her, klar und ihrer selbst bewusst, ist sie die Wirklichkeit selber!

Dieses direkte Eingehen in die Realität, enthält die Gesamtheit der Welten.
Der Wahrheitskörper, der Glückseligkeitskörper, der absolute Körper sind übervoll von ihr.
Funkelnd ist sie, diese natürliche Energie der Freiheit!

Und hier die Einführung in diese mächtige Methode, Verkünderin der Wirklichkeit selbst: In diesem Augenblick ist dein Bewußtsein diese Totalität, es ist diese natürliche Klarheit frei von jeglichem Zwang!

Kannst du sagen: „Ich verstehe die Natur des Geistes nicht „, obwohl es nichts gibt, worüber du meditieren kannst in dieser makellosen Klarheit deiner Intelligenz ?
Kannst du sagen:“Ich sehe die Gegenwart des Geistes nicht“ obwohl der, welcher denkt, diese Realität ist?
Kannst du sagen:“Selbst wenn man sie sucht, bleibt sie mysteriös“, obwohl es absolut nichts zu tun gibt?
Kannst du vorgeben, daß sie dir trotz der Praktiken entgeht, obwohl es genügt, ohne Anstrengung zu bleiben?
Kannst du sagen, daß es dir schwer fällt zu handeln, obwohl es natürlich ist, in Nicht-Aktivität zu verweilen?
Kannst du sagen, du seiest unfähig, obwohl die Klarheit, das Bewußtsein und der Raum deine eigene Realität sind?
Kannst du vorgeben, daß die Praktik keine Früchte trägt, obwohl sie natürlich, spontan, frei von allen Bindungen ist?
Kannst du sagen: „Ich suche und finde nicht“, obwohl das Denken und die natürliche Befreiung gleichzeitig geschehen?
Warum sollte man meinen, die Heilmittel seien unwirksam, obwohl deine eigene Intelligenz einfach „dieses“ ist?
Wie kannst du vorgeben, das nicht zu wissen?

Sei versichert, daß die Natur des Geistes Leere ohne Stütze ist.
Dein Geist ist ebenso ohne Substanz wie der leere Raum.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Ohne dich an die Konzepte einer nihilistischen Leere zu halten, kannst du versichert sein, daß die Weisheit von jeher klar, leuchtend und spontan war, in sich selbst ruhend, Sonnennatur durch sich selber.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Sei versichert, daß deine Intelligenz makellose Weisheit ist, fließend wie das kontinuierliche Strömen eines Baches!
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Wisse, daß du ihn nicht durch Vernunft finden kannst, denn seine Bewegung ist ebenso ohne Substanz wie die Passatwinde.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Sei versichert, daß alles Erscheinende nichts anderes ist, als deine eigene natürliche Wahrnehmung, reflektiert wie von einem Spiegel.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!
Sei versichert, daß jede Erscheinung sich sofort selbst befreit, aus sich selber kommend, sich selber erschaffend, gleich einer Wolke am Himmel.
Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist!

Leere Vision, natürliche Befreiung, funkelnder Raum des Wahrheitskörpers!
Realisiere das Absolute auf dem Nicht-Weg, die Gottheit enthüllt sich in diesem Augenblick!

So möge die intuitive Schau deiner mit Raum bekleideten Intelligenz, diese natürliche Befreiung durch die reine Schau, diese außerordentlich tiefe Verwirklichung, zum Ort des Ergründens werden, zu welchem alle deine Fähigkeiten hinstreben!

Ehre sei dieser geheimnisvollen Tiefe!

Padmasambhava (8. Jahrhundert)
übersetzt aus dem Französischen von Rosina Meissner

Endlich, die Krisen sind da!

Mai 13th, 2010 § Kommentare deaktiviert für Endlich, die Krisen sind da! § permalink

Das Geldsystem der letzten ~500 Jahre ist wegen Zinsen und Zinseszinsen in bester Bedeutung des Wortes, mangelhaft. Wer daran glaubt, verliert.
Wieso also soll dann eine Euro- oder Währungskrise etwas schlechtes sein?

Wer sich ein bisserl mit Geld beschäftigt hat weiß, daß Geld zunächst einmal auf Glauben beruht. Damit Geld funktioniert muß man an den Wert des Geldes glauben, glaubt man nicht daran, ist es nichts wert. Für Nutznießer von Geld ist es also von elementarer Wichtigkeit, daß man an deren Geld glaubt. Warum aber will man freiwillig einen an Mangel orientierten Glauben leben wo doch auffallen ist, daß wenn immer Finanzmarkt oder Geld krank, unglücklich oder ähnliches ist es ungemütlicher für den Menschen wird.

Sinn dieses Posts ist es Sie darauf hinzuweisen, daß es keinen vernünftigen Grund gibt das heutige Geldsystem am Leben zu erhalten weil es für alle Beteiligten die Lebensqualität mindert. Damit ist gemeint, daß „Zinsgeld“ für uns Menschen schlecht ist. Es ist nie genug!
Das einzige was Zinsgeld nährt ist Mangel. Und Mangel macht krank.

Auswege
Je nach Bewußtsein ist ein neues, vielleicht sogar globales Zinsgeld die Lösung oder aber ein zinsfreies.
Aus historischer Sicht ist Zinsgeld ein eher junges Experiment das wiedereinmal scheitert, altbewährt und stabil ist zinsfreies Geld.
Zinsfreies Geld gibt es nach wie vor und ist eine weltweit praktizierte Alternative. Sie wird Tauschwährung oder auch LETS (Local Exchange Trading System)  genannt
Weil diese Alternative funktioniert und wenig bekannt ist findet am Samstag, 22. Mai 2010, von 10 – 21 Uhr ein großes Fest am Rathausplatz in St. Pölten statt wo der neue Tauschkreis-Verbund WIEN – NÖ – BGLD. präsentieren wird.
Ums mit Karl Farkas zu sagen: Schauen Sie sich das an.

Sinn des Lebens

Juni 26th, 2002 § 1 comment § permalink

Ich habe immer nach dem Sinn des Lebens gefragt.
Nach den Regeln nach denen mein Leben, das Leben an sich verläuft.
Ich kann erkennen, daß es in der Natur eine klare Ordnung gibt und das
innerhalb dieser Ordnung Chaos, Freiheit herrscht.
Ich erlebe immer mehr, daß der Sinn, daß es das Geschenk des Lebens ist diese Freiheit erleben zu können. In seiner unglaublichen Vielfalt.
Und Freude!
Die Ordnung dient der Orientierung, kann niemals Sinn und Zweck sein, sondern ermöglicht freie Entfaltung.
Das ist das größte bisher erlebte Abenteuer in meinem Leben.
Das Leben ist tatsächlich schön – und wisse, daß ich Wiener bin!

Anleitung zum Handeln

April 15th, 2002 § Kommentare deaktiviert für Anleitung zum Handeln § permalink

… Gibt es ein Handeln, das nicht dem Verlangen entstammt?

Wenn wir eine solche Frage stellen, und das tun wir selten, dann können wir versuchen, ohne jegliches Motiv ein Handeln zu finden, das aus der Intelligenz kommt. Das Handeln aus Verlangen ist nicht intelligent, es führt zu allen möglichen Problemen und Streitfällen.
Gibt es ein Handeln der Intelligenz?

Man muß immer etwas skeptisch in diesen Dingen sein: Zweifel ist eine ganz besondere Triebfeder zur Reinigung des Geistes und des Herzens. Zweifel im richtigen Ausmaß, bringt große Klarheit, Freiheit. In den östlichen Religionen gehört das Zweifeln, das Infrage stellen, zu den Voraussetzungen der Wahrheitsfindung, doch in der religiösen Kultur der westlichen Zivilisation ist Zweifel eine Bosheit des Teufels. Doch in der Freiheit, im Handeln, das nicht aus dem Verlangen kommt, muß der Funke des Zweifels sein. Wenn man wirklich sieht, nicht theoretisch, nicht verbal, daß das Handeln aus Verlangen korrupt, verzerrt ist, dann ist diese Wahrnehmung selbst der Anfang jener Intelligenz, aus der zu handeln etwas völlig anderes ist. Das heißt, das Falsche als falsch zu sehen, das Wahre im Falschen und Wahrheit als Wahrheit. Solche Wahrnehmung ist jene Art von Intelligenz, die weder Dein noch mein ist, und diese handelt dann. Dieses Handeln kennt keine Verzerrung, keine Reue. Es hinterläßt kein Zeichen, keine Fußspur im Sand der Zeit. Diese Intelligenz kann nicht da sein ohne großes Mit – Gefühl, Liebe, wenn Du es so nennen willst. Mit – Gefühl kann nicht sein, wenn der Denkprozeß in einer bestimmte Ideologie oder einem bestimmten Glauben verankert oder an ein Symbol oder eine Person gebunden ist. Nur in der Freiheit kann Mit – Gefühl existieren. Und wo diese Flamme ist, ist diese Flamme selbst die Bewegung der Intelligenz.
Jiddu Krishnamurti