Schwere Unwetter im nördlichen Waldviertel

Juli 3rd, 2013 § 0 comments § permalink

Weil niemand davon berichtet will ich es tun. Im Waldviertel regnet es. Und zwar heftig!
Heftig im Sinne von 45 Liter / qm. In 20 Minuten.
Das nimmt kein Boden auf, schon gar kein konventionell Verdichteter, kann er einfach nicht. Wald könnte es, aber den gibt es hier kaum mehr. Hat den Fichtenfeldern weichen müssen. Fließt das Wasser halt ab, macht ja nix.
Dafür laden Wiesen zum Wasserski, die Scheune wird zum Hallenbad und der Drainagegraben gar zum schiffbaren Kanal.
Willkommen im Themepark Fichtenfeldviertel.

Jetzt scheint die Sonne wieder. Und zusätzlich schüttet es in einer Heftigkeit, daß sich die Dachrinnen übergeben.
Was mag eine Straße empfinden die selbst auf Reisen geht? Ich weiß es nicht. Aber vor drei Stunden war sie noch da und so wird sie es nun also wissen. „Denn da, wo sie gewesen, jetzt ein hurtig Bächlein rauscht.“
Das Zwischenstromland – ich wohne da.
Mesopotamien.
Im Fichtenfeldviertel.
Es gehört mir sogar.
Hat wer Lust auf Wasserski?

Die neue Schaukel

Juni 22nd, 2013 § 0 comments § permalink

Schaukeln ist ein feines Unterfangen sofern 2 1/2 Unangenehmheiten beseitigt werden.

1) Man schaukelt mit einem Schwereren und der hat die lustige Idee Dich in der Höhe zappeln zu lassen.
2) Man ist der Schwerere und hat die lustige Idee den Anderen in der Höhe zappeln zu lassen.
Eins und Zwei sind, wenngleich völlig anders, Situationen die einem irgendwann einmal leid tun. Ersteres relativ sofort und Zweiters hoffentlich irgendwann später. Hoffentlich weil’s echt nicht lustig ist.
Die dritte, wenngleich nur halbe, Möglichkeit des Unangenehmen ist, daß man schwerer ist, den Anderen nicht zappeln lassen will und schlicht und einfach um den Genuß des Schaukelns kommt. Nicht arg aber keine Erfahrung mit ausgeprägtem Suchtpotential. Es ist einfach ein bisserl fad.

Die Lösung ist den Balken variabel zu fixieren was einerseits höchsten Schaukelgenuß ermöglicht und andererseits eine Fülle an Lehrreichen eröffnet. Zwar ist der wesentliche Witz der Konstruktion das Schaukeln, wird das Kind aber später einmal mit den Gesetzen des Hebels konfrontiert hat es bereits die praktische Erfahrung gemacht. Und zwar vergnüglich!
Auch, daß „die Mitte“ nichts statisches ist – vielleicht die wichtigste Lektion – wird über die Jahre sichtbar (Stickwort: Türstock). Mögliche Markierungen im Balken lassen den Wandel der (Gewichts-)Verhältnisse über die Jahre nachvollziehen. Ob das Leben in der Polarität vergnüglich ist ist eine Frage der Mitte
Und dann gibt es noch viel mehr an erlernbaren Möglichkeiten. Allein sie fallen mir gerade alle nicht ein.

Spirit con Carne

Juni 23rd, 2004 § Kommentare deaktiviert für Spirit con Carne § permalink

Es gibt ein Buch da steht, daß ein Geist (gr. pneuma, hebr. Rúah, dt. Atem) inkarniert, Fleisch wird. Sohn Gottes wird er in dem Buch genannt und er soll wie ein ganz normaler Mensch ausgesehen haben. Der Geschichte nach sorgt er gehörig für Aufruhr, ist für einige anziehend, heilsam, erlösend und für andere abstoßend, kränkend, fürchterlich.

Die „sich abgestoßen Fühlenden“ machen seinen Körper kaputt wobei ein interessantes Detail ist, daß sie seinem Körper mehr Schmerzen zufügen als damals allgemein üblich war. Der Mensch scheint auf besondere Art und Weise für sie kränkend gewesen zu sein…

Aus dem Buch geht auch hervor, daß der Mensch von seinem nahen Ende gewußt hat und das dabei bemerkenswerte ist, daß es diesen Menschen weder sonderlich erfreut noch beunruhigt hat. Ein kurzes Aufflackern des Zweifels wird gegen Ende erwähnt, letztlich stirbt er wie er gelebt hat. Der Geist exkarniert wieder, er fährt aus der Haut.
Es steht noch mehr in dem Buch aber für den folgenden Gedanken reicht das.

Hypothese

Wenn Geist in einen Körper schlüpft nehme ich an, daß es Grund dazu gibt. Aber selbst wenn es keinen Grund gäbe, was würde Geist mit einem menschlichen Körper erleben?
Ich bin auf fühlen, handeln und bewegen gekommen. Was ich mir für Geist recht verwirrend vorstelle. Konnte es ja vorher nicht, neue Fähigkeit, schwierig! Wenn Geist es dann aber kann ist es möglich etwas bewußt zu erleben. Und da wird es dann wieder interessant. Was wäre wert zu erleben?
Wenn „mein“ Geist mit meinem Körper in Frieden ist und diese Zwei als Ich mit meinem Umfeld in Frieden leben, das wäre schon recht gut. Wenn das zumindest die Mehrheit auch noch macht, von allen wage ich gar nicht zu träumen aber die Mehrheit, sind nur 11% der Geister – das würde ich gerne erleben!
Für den Einzelnen ist das möglich und also geht es auch in der Gesamtheit.

Wie es dazu kommen könnte

In meinem Leben zeichnet sich klar ab, daß „Einziges“ hauptsächlich Ärger macht. Dogmen sind Killer.
Ich glaube, damit wir Menschen mit uns und der Erde in Wohlgefallen zusammenleben können bedarf es keiner ideologische Übereinstimmung. Es bedarf einer emotionalen d.h. die Wahrnehmung des Erlebens ist ähnlich, das wie und warum es dazu kam ist nebensächlich. Und da sich letztendlich jeder wohl fühlen will bietet sich das also als kleinster gemeinsamer Nenner an: Sich wohl fühlen.
Ich glaube also, genau genommen ist es für mich bewiesen weil ich mich seit 2000 so lebe: Wichtig ist nicht die Ideologie an sich, wichtig ist wie ich auf Grund meiner Ideologie denke, handle und mich in zwingender Konsequenz – fühle.
Dieses „mich fühlen“ ist mein tatsächlicher Beitrag zur Welt. Nicht was ich glaube – wie es mir beim Sein geht!
Aus dieser Sicht ist die Welt, wie wir sie als individuelle und kollektive Wirklichkeit erleben, das Ergebnis eben aller Befindlichkeiten. Alles ist mit allem verbunden. Die eigene Befindlichkeit ist demnach etwas sehr mächtiges weil, und da wird es so unendlich interessant, schöpferisches.

Einfache Lösung

Man trachte sich wohlzufühlen, achte drauf, wie sich die Umsetzung des Trachtens anfühlt und korrigiere entsprechend der gewonnenen Erkenntnisse.
Wenn so vorgegangen wird ergibt sich der Rest von selbst. Das kann jeder!
Gibt es Schwierigkeiten im Prozeß liegen sie im Wollen und / oder Wissen: Sie sind also geistiger Natur. Und dort sind Probleme vergleichsweise leicht zu lösen.