Alles Leben ist Leiden

Oktober 4th, 2011 § 0 comments

Wer nicht völlig am Leben verzweifelt wird dieser Behauptung kaum etwas abgewinnen können und so ist die Aussage schnell rational filetiert und freudig entsorgt.
Wer seinem Geist nicht so schnell auf dem Leim geht und über die Behauptung nachdenkt kann zu einem völlig anderen Ergebnis kommen das, mit etwas Glück, den Zugang zu einem Leben jenseits der selbst erzeugten geistig / emotionalen Diktatur eröffnet.
Alles Leben ist Leiden.

Der Witz an der Aussage ist die Ebene der Betrachtung.
Die Aussage bezieht sich auf „das Ganze“ und nicht auf die selektive Wahrnehmung einzelner Momente. Klar freut man sich über angenehme Gefühle oder was auch immer. Dennoch soll das Leid sein?!
Ja, weil dieses Leiden sich nicht auf das Erlebte an sich bezieht sondern auf das Erlebte plus die Interpretation des Erlebten mit den eigenen Gefühlen und Gedanken. Nicht das Erleben ist schlecht, schlecht ist die Interpretation zu glauben und sich damit zu identifizieren. Das verursacht Leiden. Und zwar vielfälltige!

Die Sicht zeigt den Ausweg: Um den Kreislauf des Leidens zu verlassen muß die Identifikation mit den eigenen Gefühlen und Gedanken durchtrennt werden. Das  beginnt damit die eigenen Gefühle und Gedanken neutral zu beobachten, man lernt sie als „von sich gesonderte Wesen“ kennen, so wie wenn man sich einen Film im Kino anschaut so schaust Du Dir beim Fühlen und Denken zu.
Dabei sollte sich eigentlich schon bereits der Wunsch eröffnen die bisherige Lebensweise zu verlassen.

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